Aktuelle News 18.10.2016

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18.10.2016
BR 24
Höllentalbahn wieder im Gespräch

Wird die Höllentalbahn zwischen Blankenstein in Thüringen und Marxgrün bei Naila wiederbelebt? Die Ministerpräsidenten aus Thüringen und Bayern wollen die Reaktivierung offenbar vorantreiben.

Info unter:
http://www.br.de/nachrichten/oberfranken/inhalt/hoellentalbahn-wiederbelebung-seehofer-ramelow-100.html

 

23.05.2016
D-Züge zwischen Preußen und Bayern über Triptis-Ziegenrück-Lobenstein-Marxgrün !
Steffen Höbelt
Eisenbahn Triptis - Marxgrün
Eine Nebenbahn im Strudel der Geschichte

Wer sie kennt, der liebt sie!
Viele halten sie für eine der reizvollsten Eisenbahnstrecken Deutschlands, nennen
sie gar eine versteckte Gebirgsbahn. Tatsächlich führt ihr Schienenstrang durch gegensätzliche
Landstriche, quert Hochflächen und taucht ein in tief eingeschnittene
waldreiche Täler. Tunnel und Viadukte, Dämme und Einschnitte wechseln sich ab.
Meist verläuft die Trasse in engen Bögen und starken Neigungen und passt sich so
der urwüchsigen Landschaft an. Nie stand sie im Mittelpunkt, sah keine schnellen
Expresszüge mit klangvollen Namen und fernen Zielen, auch keine endlos langen
Güterzüge, die quer durch Europa klapperten. Treu und brav versahen viele Generationen
Eisenbahner hier ihren Dienst.

Weitere Info zum Buch unter:
download/Steffen Höbelt: Eisenbahn Triptis - Marxgrün
Eine Nebenbahn im Strudel der Geschichte

Oder unter:
https://hemmkoppe.net/

 

16.02.2016
Mit 10 Mio in Vorleistung: ZPR in Blankenstein setzt weiter Hoffnung in Höllentalbahn
Peter Hagen OTZ
Die im Dezember 2015 ­geschlossene Schienenlücke zwischen dem bayerischen Selb und dem tschechischen Asch könnte Vorbild für den ­Lückenschluss zwischen ­Bayern und Thüringen sein.

„ Rosenthal geht mit einer großen Investition von zehn Millionen Euro in die Vorleistung“, erklärt Leonhard Nossol , Geschäftsführer der Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal (ZPR) in Blankenstein . Und er hofft, dass dieser privaten ­Investition die „üblicherweise etwas langsameren der öffent­lichen Hand folgen werden“, wie Nossol sagt. Immerhin 8,5 Millionen Euro will die ZPR zum Ausbau ihrer betrieblichen Schienen-Infrastruktur in die Hand nehmen, weitere 1,5 Millionen Euro sind für die Anschaffung einer neuen Werks-Lokomotive vorgesehen. Damit gehört die Rundholz­annahme per Eisenbahnwaggon zu dem wesentlichsten Investitionsvorhaben des Unternehmens in diesem Jahr. Das wird als Voraussetzung dafür angesehen, künftig bis zu 400.000 Festmeter Holz jährlich auf dem Schienenweg zur ZPR zu bringen und im Gegenzug das Straßennetz von etwa 13.000 Lkw-Fahrten jährlich zu entlasten. „Diese Entlastung betrifft hauptsächlich Thüringen“, unterstreicht Nossol .

Mit der Schaffung der Zonengrenze war 1945 die Bahnverbindung zwischen dem bayerischen Bahnhof Lichtenberg und dem thüringischen Bahnhof Blankenstein unterbrochen worden. Eine Nachkriegsfolge, die bis heute nicht behoben ist. Noch bis 1972 rollten auf bayerischer Seite Güterzüge bis Blechschmidtenhammer, dann wurde auch dort der Verkehr komplett eingestellt. In Blankenstein blieb der Bahnanschluss und überlebte sogar die Zeit des Sperrgebietes. Erst 1982 begann der Abbau der verwaist liegenden Gleise im Höllental, nach 1986 verschwand auch der Schienenstrang zwischen Hölle und Marxgrün . Am Status, wonach die Flächen der Höllentalbahn juristisch noch immer für den Bahnverkehr gewidmet sind, hat sich trotz der Stilllegung nie etwas geändert. Aus diesem Grund war auch eine Straßen-Engstelle in Blechschmidtenhammer im vorigen Jahr erst durch den Abriss eines leer­stehenden Hauses beseitigt worden. Der Bahndamm auf der gegenüberliegenden Straßenseite musste unberührt bleiben.

Ganze 5,5 Kilometer Schienenstrang fehlen für den Lückenschluss bei der Höllentalbahn. Der Löwenanteil davon befindet sich auf bayerischer Seite. Doch dort gibt es auch den größten politischen Widerstand. Während die Reaktivierung der Höllentalbahn in Thüringen schon seit 2009 in den verschiedenen Koalitionsverträgen zumindest ein wohlwollendes Lippenbekenntnis fand, hagelt es in Bayern bislang stets nur Ab­sagen. Erst im vergangenen ­Dezember hatte sich der Gemeinderat von Bad Steben einstimmig gegen die Höllentalbahn positioniert. Während die für dieses Jahr vorgesehenen Investitionen ins ZPR-Schienennetz vor allem die Straßen in Thüringen entlasten sollen, würde der Lückenschluss bei der Höllentalbahn einen deutlich größeren Entlastungseffekt bringen, der dann hauptsächlich Bayern betreffen würde, betont Nossol . „Selbstverständlich bestand die Erwartung, dass nach der deutschen Wiedervereinigung diese Lücke wieder geschlossen wird und die Bahn ohne Unterbrechung zum Beispiel von Tschechien nach Blankenstein fahren kann“, erinnert Nossol an die Ausgangssituation in den 1990er-Jahren. Leider sei diese Erwartung bislang nicht erfüllt worden. „Dies bringt vor allem viel Holz-Schwerlastverkehr auf die Straßen im bayerischen Raum, da Blankenstein nach Norden und Westen bahntechnisch gut angebunden ist“, erläutert er.

 
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf:

http://www.otz.de/web/zgt/suche/detail/-/specific/Mit-10-Mio-in-Vorleistung-ZPR-in-Blankenstein-setzt-weiter-Hoffnung-in-Hoellent-1935384672

 

 

21.12.2015
Bad Steben will keine Höllentalbahn

Der Marktgemeinderat sperrt sich gegen das Projekt. Selbst wenn der Tourismus gewinnen würde, der Schaden in der Natur wäre zu groß.
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf:
http://www.frankenpost.de/lokal/naila/naila/Bad-Steben-will-keine-Hoellentalbahn;art2443,4546576

Kommentar HOELLENNETZ:
Der Bad Stebener Marktgemeinderatsbeschluss ist ein ausserordentliches Beispiel wie peinlich und selbstherrlich Kommunalpolitik an manchen Orten praktiziert wird. Bert Horn's Argumentation ist jedoch keinesfalls eine Neutrale einem Amtsträger geschuldet, sondern teils phantastisch überhöht gegen das Projekt eingestellt.

-Woher nimmt Horn die Zahl von bis zu 7 Güterzügen? Welche Spezialisten dazu kennt er?
Momentan wird der gesamte Verkehr mit drei ! Bedienungen pro Tag abgewickelt, mit der HTB wird sich nach der spontanen Verlagerung des Holzverkehres aus As (ein GZ-Paar am Tag) eine langsame Steigerung ergeben.

-Was haben sicherlich gewünschte historische Dampflokfahrten mit der vor ca. 40 Jahren (zur Zeit des eisernen Vorhanges) untergegangenen Idee einer Museumsbahn zu tun?
Heute fährt der Schiefergebirgsexpress mit Dampflok BR 41 bis Blankenstein, eine Durchbindung bis Hof wäre einzig ein fahrplantechnischer und organisatorischer Akt.
Die Lok aus Marxgrün wurde zudem nie verschrottet, sondern steht gut beschützt im BW Adorf/Vogtland.

-Wie kommt Horn zu einem geradlinigen Neubau durch das Höllental?
Ein Aspekt welchen noch keiner bis dato vernommen hat. Die bestehende Widmung bezieht sich auf die liegende und vermarkte Trasse, mit einem Neubau wäre keine UVP zu bestehen. Und was soll bitte 5 km Streckenbegradigung einer Nebenbahn zwischen Saalfeld und Hof ausser Kostensteigerungen bringen?

-Wenn Horn die Ausführungen zum ÖPNV Konzept von Volker Griesbach auf der CSU Fraktionssitzung in Oberkotzau aufmerksam vernommen hätte, sollte Ihm eingegangen sein, dass ohne die HTB in vielleicht absehbarer Zeit gar kein Zug mehr nach Bad Steben fährt.
Aber das scheint der Marktgemeinde ja eh egal zu sein, sh. hierzu die Entwicklung um die Ausschlagung des Kaufes des Bahnhofsgebäudes zur nachhaltigen ''öffentlichen'' Entwicklung, wie es Naila gerade vormacht.

-Zum Schluss fällt uns noch auf dass gerade (ähnlich der Diskussion in Schwarzenbach a.Wald) CSU Kommunalpolitiker beim Thema HTB den Naturschutz vorneanstellen.
Gerade hierzu wurde im Regionalplan von klugen Leuten die Auflage zur Erstellung einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) verankert.
Diese UVP prüft mit wissenschaftlichen Methoden die Vereinbarkeit des Bahnbaus mit den speziellen naturschutzfachlichen Gegebenheiten des Höllentals. Insofern stellen sich ein Grossteil der von Unfachleuten diskutierten Bedenken selbst in Frage; oder kennen die Entscheidungsträger in den Kommunalgremien diese planungsrechtlichen Handwerkszeuge gar nicht, heben aber trotzdem die Hand zu teils aberwitzigen Argumentationen ??

 


14.12.2015
FRANKENPOST
Es fahren wieder Züge zwischen Selb und Asch

Lesen Sie den vollständigen Artikel auf:
http://www.frankenpost.de/lokal/fichtelgebirge/fichtelgebirge/art654373,4534700,C::Eroeffnung-Bahnlinie-Selb-Asch-k-FLO_6731-JPG;cme657835,4171992

Die erste Etappe ist geschafft !
Richtig Sinn gibt dieser Lückenschluss dann mit der reaktivierten Höllentalbahn in der Relation Saalfeld-Cheb

 

06.11.2015
Freude über die erste Etappe
FRANKENPOST von Tamara Pohl Den Lückenschluss der Bahnlinie von Selb nach As fordern Befürworter schon seit 1990. Heute feiern sie den Erfolg. Doch es gibt noch ein Ziel.
Selb
- Das Jahr 1990 war ein bewegtes. Deutschland vereinte sich, der Kalte Krieg endete und die Grenze zur damaligen Tschechoslowakei wurde durchlässiger. Es war auch das Jahr, als Politiker und Engagierte begannen, die Verkehrswege im Herzen Europas zu überdenken. Der frühere Rehauer Bürgermeister Edgar Pöpel war so einer. Er drängte den damaligen Bundesbahnpräsidenten, den Personenzugverkehr zwischen Hof und Cheb (Eger) über Selb-Plößberg wieder aufzunehmen. Umweltverbände und vornehmlich tschechische Kommunalpolitiker applaudierten - die Bahn aber wollte nicht mitspielen. "Die hatte entschieden, dass sich der Verkehr nicht rentiert", erinnert sich Fritz Sell, Vorsitzender der Verkehrsinitiative Höllennetz. "Heute bestellen und bezahlen die Länder den Personenverkehr auf der Schiene. Damals gab's dieses Prinzip nicht." Und doch drängten viele vor 25 Jahren darauf, die Strecke zwischen Selb-Plößberg und Asch wieder für den Personenverkehr zuzulassen. Heute gehen die Forderungen weiter.


Sie freuen sich über den Lückenschluss der Bahnstrecke zwischen Selb und As (Asch), an der noch kräftig gebaut wird: (von links) Fritz Sell, Vorsitzender der Verkehrsinitiative Höllennetz, Nanne Wienands, während der Wendezeit im Bund Naturschutz (BN) aktiv, Michael Pelz, Vorsitzender des Modell- und Eisenbahnclubs Selb-Rehau, Udo Benker-Wienands, während der Wendezeit Hofer BN-Kreisvorsitzender, und Ernst Egelkraut, Regionalvorsitzender des Fahrgastverbands "Pro Bahn". Foto: Tamara Pohl

 Lesen Sie den vollständigen Artikel auf: http://www.frankenpost.de/lokal/fichtelgebirge/selb/Freude-ueber-die-erste-Etappe;art2457,4370345

 

26.10.2015
Die alte Eschenbachbrücke ist Geschichte

Die Brücke über den Eschenbach zwischen Selbitz und Naila auf der Bahnlinie Hof-Bad Steben ist abgbrochen.
Die marode Stampfbetonbrücke wurde heute vollkommen beseitigt.
Der Neubau erfolgt nach Auskunft des EBA in Streckeklasse D4; gut für die möglichen Holzzüge von As nach Blankenstein !


Alle Fotos: Copyright Stefan Winkler, HOELLENNETZ

 

20.07.2015
Die Grenze: Im Höllental fahren keine Züge mehr
THÜRINGER ALLGEMEINE
16.07.2015 Blankenstein.
Sechs Kilometer Gleise fehlen zwischen Thüringen und Bayern. Das Tal der Muschwitz war der ideale Übergang für DDR-Spione.
Der ehemalige Bahnhof Lichtenberg ist ein Museum: Auf hundert Metern Gleisen ist eine Dampfspeicher-Lok mit Personen- und Güterwagen zu sehen.
Wenn Adolf Hitler von Berchtesgaden nach Berlin fuhr, dann nahm er den Zug durchs Höllental – immer nachts, um von feindlichen Flugzeugen nicht entdeckt zu werden. Heute fährt kein Zug mehr durchs Höllental, obwohl die Strecke zu einer der schönsten in Deutschland zählte. Heute enden die Züge aus Saalfeld in Blankenstein , in einem Bahnhof, gebaut im Stil des thüringischen Fachwerks; am Samstag, dem Touristen-Tag, kommt sogar ein Zug direkt aus Jena . Nicht nur Straßen enden noch heute kurz vor der Grenze, auch die Bahn nimmt den Verkehr ins sechs Kilometer entfernte Marxgrün nicht mehr auf. Vor gut einem Jahrhundert hatte er begonnen: Die Preußen haben die Gleise gelegt und die Brücken gebaut – und die Papierfabrik in Blankenstein musste nicht mehr mit Pferden die Rollen nach Bayern fahren. Von Jahr zu Jahr fuhren mehr Güterzüge, und die Touristen kamen auch.
Das Höllental wurde, als schon keine Züge mehr fuhren, zum Ort eines spannenden Spionage-Falls, der am Ende sogar die westdeutsche Justiz beschäftigte: Einer der 1500 Stasi -Spitzel im Westen war Busfahrer im Frankenwald . Er lief stets im bayerischen Höllental, in dem er aufgewachsen war, zur Grenze an der Muschwitz , sprang rüber oder watete durch den Bach und übergab sein Material den Stasi -Spitzeln. Diese hatten ihn mit einem Funkgerät aus der DDR ausgestattet. Im Dachgeschoss eines Blankensteiner Hauses beobachtete die Stasi den stets hell erleuchteten Bahnübergang bei Blechschmidthammer. Überquerte den die Streife der Grenzpolizei und entfernte sich von der Grenze, gaben sie dem West-Spion das Zeichen: Die Luft ist rein! Eines Tages flog der Spion doch auf – und ein Gericht verurteilte ihn zu einer Gefängnisstrafe. Vom Bahnhof Blankenstein ist es gerade mal ein Kilometer bis zur Grenze.
Der Viadukt über der Muschwitz wächst zu, die Gleise sind verschwunden – bis auf hundert Meter im nahen, schon bayerischen Lichtenberg . Auf Gleisen ohne Anschluss steht noch eine Dampflok der Papierfabrik sowie eine „Donnerbüchse“, ein ganz aus Stahl erbauter Personen-Wagen, der dröhnte und lärmend durch die Gegend fuhr und alle aufregte, die an den Gleisen wohnten; hinter der Lokomotive ist ein Güterwagen der Hofer Brauerei Löwenhof zu sehen .
Immer wieder gibt es Initiativen, die wenige Kilometer lange Lücke zu schließen: Die voll ausgelastete Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal in Blankenstein schickt heute schon zwei Drittel der Produktion auf die Schiene – aber nur nach Norden; sie organisierte eine Verkehrs-Konferenz und gewann die fränkische Stadt Naila als Mitstreiterin, die Strecke zwischen Marxgrün und Blankenstein zu reanimieren.
Über 12.000 Lkw-Fahrten im Jahr würden durch die neue, alte Bahnstrecke entfallen, und Blankenstein würde endlich vom Lastwagen-Verkehr befreit. Im Höllental gründete eine Initiative einen Verein, die thüringische Ex-Ministerpräsidentin Lieberknecht warb für den Lückenschluss und die neue Regierung in Thüringen nahm ihn in den Koalitionsvertrag auf.
Es gibt allerdings auch Gegner aus dem Naturschutz, die Auftrieb bekamen, als das Höllental unter Naturschutz gestellt wurde; sogar das Quellwasser der Firma „Höllensprudel“ sei in Gefahr, ist eines der Argumente.

Kommentar HOELLENNETZ:
Nicht ganz korrekt ist die Anzahl der umzuverlgernden LKW Fahrten aus der Sicht des gesamten Kompetenzentrum Holz; laut Studie FHE Erfurt 2010 (Download Startseite) sind 40.000 LKW Fahrten auf die Schiene zu bringen.
Und die unendliche Geschichte mit den sogennnten Naturschützern hat einen faden Beigeschmack: Hier werden grösstenteils persönliche Interessen von Höller Bürgern in eine Naturschutzproblematik umgemünzt, um gegen das Projekt zu mobilisieren.
Das Quellwasser von Höllensprudel ist durch den Bahnbetrieb in keinster Weise gefährdet, da eine Verbindung von Oberflächenwässern zu den Quellwässern de fakto ausgeschlossen ist.
Die Älteren unter uns erinnern sich sicher noch genau an die Farbigkeit der Selbitz in den 60er Jahren wenn die Helmbrechtser und Selbitzer Färbereien abgelassen haben, BIO war das ganz bestimmt nicht, eher eine gemeine Giftbrühe, frei nach dem Motto: geht doch eh alles in die Bleilochtalsperre! Wären diese Stoffe zu den Quellwässern gelangt, gäbe es heute keinen Höllensprudel mehr. Gottseidank ist dies nicht der Fall, deshalb bitte die Argumentation nicht unreflektiert aneignen, ruhig auch mal nachfragen.

 

22.06.2015
BVWP: Noch gut 400 Infrastrukturprojekte für Bundesschienenwege im Rennen
Höllentalbahn ist dabei

Das Bundesverkehrsministerium hat eine aktualisierte Übersicht über die für den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) vorgeschlagenen Vorhaben veröffentlicht, HTB ist unter lfd. Nummer 303 aufgeführt. Über 400 neue Infrastrukturprojekte im Bereich des Schienenverkehrs werden jetzt vom BMVI weiter konsolidiert und im nächsten Schritt auf die so genannte „ BVWP-Fähigkeit “ geprüft. Dazu müssen die Projekte dem Fern- und/oder dem Güterverkehr auf der Schiene dienen.
Reine Nahverkehrsprojekte fallen in die Zuständigkeit der Länder und können somit nicht in den BVWP aufgenommen werden.

 

12.05.2015
Bürgerinitiative für Blankenstein gegründet

OTZ Peter Hagen
In Blankenstein hat sich eine Bürgerinitiative gegründet, die sich der Verkehrsproblematik sowie Fragen der Infrastruktur im Ort widmet. Gemeinsam mit ZPR und Bahn sollen Lösungen gefunden werden.
Der Bahnübergang in Blankenstein soll voraussichtlich im nächsten Jahr umgebaut werden. Die 180-Grad-Kehre befindet sich direkt auf dem Bahnübergang. Jeder Lastzug, der Hackschnitzel in die ZPR liefert, muss durch das Nadelöhr. Bleibt das ein Dauerzustand oder gibt es doch Alternativen? Können überhaupt mehr Transporte direkt aufs Gleis, vom Rohholz bis zum Zellstoff? Mit derartigen Fragen soll sich künftig die Bürgerinitiative befassen, die Dienstagabend im Foyer des Rennsteigsaales gegründet worden ist. An die 20?Einwohner waren gekommen, um aktiv mitzuwirken. Auch Vertreter der Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal (ZPR) folgten der Einladung. Eine erste Informationsrunde hatte es bereits im zurückliegenden November gegeben. „Jetzt steht ein wichtiger Termin an, zu dem wir bereits als Bürgerinitiative auftreten möchten“, spielte Harald Däumer auf den 8. Mai an. Da wird Thüringens Verkehrsministerin Birgit Keller (Die Linke) zu Gesprächen in die ZPR kommen. Durch eine Bürgerinitiative könne deutlich gemacht werden, „dass keiner an der Meinung der Bürger vorbei kommt“. „Mit einer Bürgerinitiative im Rücken agiert es sich leichter“, freute sich Bürgermeister Ralf Kalich (Die Linke) über das Interesse der Einwohner, sich aktiv an Entscheidungsfindungen zu beteiligen. Der Umbau des Bahnübergangs sei die größte Maßnahme in der Verkehrsinfrastruktur, die als nächstes in Blankenstein ansteht. Vermutlich im kommenden Jahr. Er wünsche sich, so Kalich, dass die Bürgerinitiative auch „zusätzlichen Druck zur Wiedereröffnung der Höllentalbahn“ ausübt. Diese Schienenverbindung in Richtung Süden käme auch der ZPR sehr entgegen. „Wir haben inzwischen 80 Prozent der Zellstofftransporte auf der Bahn“, informierte Werkleiter Christian Sörgel . Ein Planungsbüro sei mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt um zu prüfen, welche Investitionskosten und Technologien erforderlich sind, um auch Teile der Rohholzanlieferung auf die Bahn zu verlegen. „Wir möchten mehr Holzvolumen von der Straße auf die Schiene verlagern“, so Sörgel zu den Bemühungen in der ZPR. Im Spätsommer, so war weiter zu erfahren, werde das gegenwärtig im Bau befindliche automatische Hackschnitzellager in Betrieb gehen. Aufgrund der damit verbundenen größeren Aufnahmekapazitäten soll es zum Abbau von Verkehrsspitzen kommen, wenn die Sattelzüge mit den Hackschnitzeln zeitgleich eintreffen. „Wünschenswert wäre es, wenn die Hackschnitzeltransporte sonnabends vielleicht sogar gänzlich entfallen könnten“, gab Kalich angesichts der touristischen Bedeutung von Blankenstein als Überlegung. Zu den Themen, mit denen sich die Bürgerinitiative befassen wird, zählt aber auch der Rangierbetrieb bei der Bahn, durch den gerade für Anwohner der Absanger Straße die Nacht sehr früh zu Ende ist. Klare Ansage der Gründungsmitglieder jedoch ist es: Blankenstein ist ein Industriestandort und soll es auch bleiben. ZPR und Bürgerinitiative müssen daher gemeinsam und miteinander arbeiten. Zum Sprecher der Bürgerinitiative wurde Harald Däumer gewählt, seine Stellvertreter sind Rolf Kratschmann und Horst Straubel . Bewusst ist den Mitgliedern, dass sie einen langen Atem benötigen. Es geht nicht um die Forderung nach einer Umgehungsstraße, mit deren Bau ein Ziel erreicht sei. Hier geht es um mehr.

Den Pressebericht finden Sie unter:
http://www.otz.de/web/zgt/suche/detail/-/specific/Buergerinitiative-fuer-Blankenstein-gegruendet-1471170230

 

30.03.2015
Gleisbau-Arbeiten zwischen Selb und Asch beginnen

Von Werner Rost - FRANKENPOST
Mitten im Verkehrsverbund Egronet entsteht bei der Bahn der fünfte Grenzübergang nach Tschechien. Von Dezember an rollen im Zweistundentakt Züge zwischen Hof und Eger.
Selb/Asch - Zwei Wochen nach dem Baubeginn am "Bayerischen Bahnhof" in Asch beginnen nun auch im Kreis Wunsiedel die Arbeiten zur Reaktivierung der siebeneinhalb Kilometer langen Bahnstrecke zwischen Selb und Asch. Die DB Netz AG hat der Gleisbaufirma TS Bau den Auftrag für den ersten Abschnitt zwischen der Landesgrenze und der Ortsumgehung von Erkersreuth erteilt. Das Unternehmen aus Jena wird bereits heute mit der Einrichtung der Baustelle beginnen. In weiteren Bauabschnitten werden andere Firmen die neue Bahnbrücke über die Ortsumgehung Erkersreuth, einen Mittelbahnsteig in Selb-Plößberg mit angepassten Gleisanlagen und ein elektronisches Stellwerk in Rehau errichten. Zusammen mit einer Gleissanierung zwischen Schönwald und Rehau investiert die DB Netz AG rund 14 Millionen Euro.
"Für diesen Lückenschluss haben wir lange gekämpft", betont Geschäftsführer Thorsten Müller vom internationalen Verkehrsverbund Egronet. Müller erinnert an den Kampf, die drohende Entwidmung der Bahnstrecke auf tschechischer Seite zu verhindern. Auf bayerischer Seite hatte der frühere Wunsiedler Landrat Dr. Peter Seißer bereits Ende der 1990er-Jahre eine Entwidmung der Bahnstrecke verhindert.
Der Selber Oberbürgermeister Uli Pötzsch lobte die gute Kooperation mit der DB Netz AG. Bei zwei Terminen Anfang des Jahres konnten laut Pötzsch alle Anlieger ihre Belange vortragen. Dabei seien gute Kompromisse geschlossen worden.
Eine erfreuliche Nachricht für alle Anlieger: Die DB Netz AG lässt alle Bahnübergänge mit Lichtzeichen und Halbschranken technisch sichern, sodass die Lokführer an den Übergängen nicht mehr das schrille Pfeifen ertönen lassen müssen.
Der Hofer Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner begrüßt die Streckenreaktivierung als bedeutenden Beitrag für die europäische Einigung und für das gute Verhältnis zu den tschechischen Nachbarn. "Persönlich freue ich mich darauf, mit der Bahn innerhalb einer Stunde in unsere Partnerstadt Eger fahren zu können", betonte Fichtner.
Neben den Personenzügen, die der Freistaat im Zweistundentakt in Auftrag geben wird, kann man ab sofort bei der DB Netz AG Trassen für Güter- oder Sonderzüge bestellen.
Den Pressebericht finden Sie unter:
http://www.frankenpost.de/regional/oberfranken/laenderspiegel/Gleisbau-Arbeiten-zwischen-Selb-und-Asch-beginnen;art2388,3992630

 

17.02.2015
Blankensteiner Zellstoff-Unternehmen will von der Straße auf die Schiene

von Uwe Frost - OTZ

Die endlose Kette der Holzlaster belasten die Blankensteiner. Deshalb will ZPR die Holztransporte auf die Schiene verlagern und nimmt dafür viel Geld in die Hand. Doch die Bahn muss mitmachen.

Die Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal (ZPR) in Blankenstein (Saale-Orla-Kreis) investiert weiter kräftig. Fünf Millionen Euro sind für die Errichtung einer Übernahmestelle für Holz und dessen Weitertransport zur Entrindung und Hackerei geplant, sagte Geschäftsführer Leonhard Nossol der OTZ. Dafür müssen zunächst Arbeiten an den Gleisen der Anschlussbahn ins Werk durchgeführt werden. Außerdem wird ein Stetigförderer gebaut, mit dem Holzstämme zur Entrindung gebracht werden. Angeschafft wird überdies ein Bagger zur Bewegung der Holzstämme und es entsteht eine Zwischenlagerfläche für Holz.

Bahnhof Blankenstein ist ein Nadelöhr

Die jetzt geplante Investition ist Teil eines größeren Vorhabens, mit dem Rundholztransporte in einem substanziellen Umfang von der Straße auf die Schiene verlagert werden sollen. Das schließt nach Angaben der ZPR ein, Rundholzwagen von Saalfeld und vielleicht künftig auch über die Höllentalbahn zum Bahnhof Blankenstein zu bringen. Des Weiteren soll letzterer so erweitert werden, dass er Holzwaggons aufnehmen und der Holztransport von den Zellstoff- und Chemikalientransporten entkoppelt werden kann. Im derzeitigen Zustand stellt der Bahnhof Blankenstein den Engpass für den Aufbau der geplanten Holzverkehre dar, sagte Logistik-Chef Sieghard Rennert . Deshalb gebe es Überlegungen, die bestehende Anschlussbahn um zwei weitere Gleise und vier Weichen zu erweitern, um die erforderlichen Gleislängen für die Aufnahme der Holzzüge zu schaffen. Dazu liefen derzeit Verhandlungen mit der Deutschen Bahn Netz. Nossol hofft, dass Gespräche mit der Bahn, weiteren Logistikern und Bauunternehmen Anfang März einen Durchbruch für die zukünftige Gestaltung des Bahnhofs bringen können. Hinter diesen Projekten liegen handfeste wirtschaftliche Motive. Denn für die Zellstoffproduktion muss Holz aus immer entfernteren Gegenden beschafft werden. Gründe nennt Nossol gleich mehrere. Zum einen sinkt die Schnittleistung von Sägewerken, was wiederum zu einem geringeren Hackschnitzelanfall führt.

Höllentalbahn wieder in Betrieb nehmen

Zum anderen sind die Staatsforste zurückhaltender bei der Bereitstellung von Industrie-Rundholz geworden. Schließlich werden immer weniger Waldflächen in Thüringen bewirtschaftet und der Natur überlassen. "Das zwingt uns dazu, unseren Rohstoff von weiter her zu beziehen als früher", sagte Nossol . Für die ZPR wäre es daher ideal, wenn die 1945 stillgelegte Höllentalbahn zwischen Blankenstein und dem bayerischen Marxgrün wieder reaktiviert würde. Das ermöglichte es, weitere Holztransporte von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Mit der Lückenschließung Marxgrün-Blankenstein könnten mindestens 12"500 Lkw-Fahrten jährlich entfallen. Zudem verringerten sich die Distanzen zu den Kunden in Bayern , Baden-Württemberg , Österreich und Italien sowie den Holzlieferanten aus Oberfranken, dem Fichtelgebirge , der Oberpfalz und aus Tschechien . So ließe sich der Transportweg zwischen dem tschechischen Verladebahnhof Asch und Blankenstein von 267 auf 62 Kilometer verringern. Nossol kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 zurückblicken. Der Umsatz lag 2014 bei 214 Millionen Euro und soll auch in diesem Jahr wieder erreicht werden. 2014 produzierten die 366 Beschäftigten rund 360"000 Tonnen Zellstoff. 60 weitere Mitarbeiter sind in der ZPR Logistik GmbH beschäftigt. Hinzu kommen außerdem zehn Auszubildende. Die Auftragslage bezeichnet Nossol als nach wie vor gut. Seit 2010 sei das Unternehmen nun schon voll ausgelastet. In diesem Jahr will das Unternehmen noch zwei weitere Investitionsvorhaben zum Abschluss bringen. Für 7,1 Millionen Euro entsteht bis zum Ende des dritten Quartals ein neuer Hackschnitzelplatz mit einer Lagerkapazität von 50"000 Festmeter Holz. 8,5 Millionen Euro investiert die ZPR bis Jahresende in die Erweiterung der Eindampfungsanlage.
Uwe Frost / 17.02.15 / OTZ

Den Pressebericht finden Sie unter:
http://www.otz.de/web/zgt/suche/detail/-/specific/Blankensteiner-Zellstoff-Unternehmen-will-von-der-Strasse-auf-die-Schiene-2056333147

 

11.02.2015
OTZ: Thüringens Infrastrukturministerin Birgit Keller:"Welche Straßen gebaut werden, entscheidet der Bund"

Auszug aus dem Interview:

In der Vergangenheit ist die eine oder andere Nahverkehrsstrecke stillgelegt worden. Planen Sie weitere Stilllegungen?
Nein, da kann ich aus jetziger Sicht nichts erkennen. Im Gegenteil: Man sieht einen Gegentrend. Es gibt Anträge, Bahnstrecken wieder in Betrieb zu nehmen. Das werden wir prüfen.

Welche Bahnstrecken sollen wieder eröffnet werden?
Wir testen beispielsweise bis Ende 2016 an den Wochenenden ein neues Angebot auf der Rennsteigbahn. Mit täglich vier Zügen bedient die Erfurter Bahn die Strecke von Ilmenau hinauf zum Bahnhof Rennsteig.
Außerdem wird im Rahmen der Aufstellung des neuen Bundesverkehrswegeplans der Lückenschluss im Bahnnetz zwischen Eisfeld und Coburg sowie zwischen Blankenstein und Marxgrün geprüft.

Den gesamten Pressebericht finden Sie unter:
http://www.otz.de/web/zgt/suche/detail/-/specific/Infrastrukturministerin-Birgit-Keller-Welche-Strassen-gebaut-werden-entscheide-1281491225

 

09.02.2015
Bürgerentscheid für Bahn-Probebetrieb auf der Strecke Gotteszell-Viechtach

Bericht unter:
http://www.pnp.de/region_und_lokal/landkreis_regen/viechtach/1581963_Liveticker-Buerger-im-Kreis-Regen-entscheiden-ueber-Bahn-Probebetrieb.html
Auch wenn die Wahlbeteiligung nicht so hoch war und die offizielle Lesart den Bürgerentscheid als nicht verbindlich wertet weil das Quorum nicht erreicht ist. Der Kreistag hatte vorher entschieden, sich an den Bürgerwillen zu halten. Der ist mehr als deutlich zu erkennen. Mit 63,9 % hat die dortige Landkreisbevölkerung den vom Minitsterium vorgeschlagenen 2jährigen Probebetrieb der seit Mai 1991 nicht mit offiziellem ÖPNV befahrenen Strecke befürwortet. Die BEG wird also 2 Jahre lang Nahverkehr bestellen, dafür werden auch 2 neue Haltestellen eingerichtet wie man hört.
Das Votum der Kreisbürger war deshalb gefragt gewesen, da die direkt an der Bahn wohnenden Bürger keine Reaktivierung wollten und insbesondere die Eltern der Schulkinder gegen einen Bahnbetrieb mobil gemacht haben. Wohlgemerkt sollen das 150 Schulkinder sein, die aufgrund des künftigen Bahnbetriebes  einen bald längeren Schulweg haben werden.
Hintergrund ist der, dass es im Kreis Regen ein allenthalben kritisiertes Bus-Angebot gibt. Es verkehren zwar Schulbusse, aber für den "normalen" Bedarf wurde zuletzt kein attraktives Angebot vorgehalten. Einer fasste es so in Worte, dass er von einem Busangebot bislang nichts wahrgenommen habe. So will der Kreis Regen die probeweise Wiederbelebung der Bahn dazu nutzen, den ÖPNV im Kreisgebiet zu reformieren und die Busangebote auf die Bahnlinie abstimmen so dass sich Bus und Bahn ergänzen und auch Regionen nicht direkt an der Schiene, davon profitieren. 
Dieser Umbau des Verkehrsangebotes wäre für den Kreis ansonsten nicht zu stemmen, denn die BEG bestellt und bezahlt die Züge, garantiert. Diese Kosten muss der Kreis überwiegend nicht tragen,  er muss nur einen ca 10%igen Anteil aufbringen.
Auch wenn die direkt an der Bahn liegenden Kommunen teils ablehnend im Ergebnis waren, so zählt hier doch das Ergebnis des ganzen Kreises. Am Ende siegte die Vernunft und der Probebetrieb kann kommen. Bleibt zu hoffen, dass die Neustrukturierung des ÖPNV nicht nur halbherzig ist , sondern gleich zukunftsweisend geplant und aufgebaut wird. Dann kann es eigentlich nur ein Erfolg werden, denn Mobilität wird immer wichtiger, gerade auf dem Land. Sicher werden auch die Schulkinder sich an den neuen Schulweg gewöhnen und es werden sich Zubringerdienste zu den Bahn-Haltestellen entwickeln. Gut dass die Bürger sich für diese Chance entschieden haben. Der Kreis war willens, sich dieser Aufgabe zu stellen und hat nun eine grosse Aufgabe vor sich, die am Ende hoffentlich zu einem dauerhaften Schienenpersonenverkehr auf dieser Strecke "im Wald" führt.....

Auch wenn es sich dort um eine bestehende, nie stillgelegte, Strecke handelt, ist das Gezerre um den SPNV dort wohl Sinnbild auch für die Situation im Kreis Hof. Auch die Höllentalbahn birgt bei Reaktivierung die  Chance auf eine kleine Revolution des Nahverkehrs im ganzen westlichen Kreis Hof, weil eben der Busverkehr auf die Linie Hof-Bad Steben/Saalfeld neu ausgerichtet werden kann. Kernpunkt ist ein neuer Bahn-Kreuzungspunkt in Marxgrün bzw Naila wonach sich die Busse vertaktet richten. Ohne die Höllentalbahn ist das nicht möglich bzw. wird das niemand finanzieren wollen und können. Wenn die Höllentalbahn reaktiviert wird, wäre dies ein Abfallprodukt welches der Kreis nur aufzulesen braucht.
Auch in Hölle und Kleinschmieden sind verständlicherweise einige Anwohner von einem Zugbetrieb nicht begeistert. Aber das Ergebnis im Bayerwald macht deutlich, dass es eben nicht sein kann, wenn nur wenige Leute eine zukunftsweisende Rückveränderung zum ehemals dagewesenen verhindern könnten. Das ginge auch nicht mit demokratischem Verhalten einher. Bei der Höllentalbahn sind wenige von Auswirkungen negativ betroffen, aber viele profitieren von neuen Möglichkeiten und Angeboten.
Beide Kreise (HO und SOK) würden profitieren, wenn der Lückenschluss vollzogen würde, die Landräte Dr. Bär und Fügmann sind nun am Zug....................

 

06.01.2015
Allianz pro Schiene e.V.

Schienenregionalverkehr braucht eine sichere finanzielle Entwicklungsperspektive
Ums Geld geht es im Streit zwischen Bund und Ländern über die so genannten „RegMittel“. Damit bezahlen die Länder ihren Nahverkehr. Wird dieses Geld sinnvoll und effektiv eingesetzt, dann können sogar schon tot geglaubte Regionalbahnen zu einem Erfolgsmodell gemacht werden, wie mit der Broschüre „ Stadt, Land, Schiene “ anhand von 13 Beispielen aufzeigt wird. Denn die Menschen strömen in die Züge, wenn das Angebot stimmt.

 

 


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